Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele im Ötztal

Hohler Stein

Hohler Stein Vent

Der Hohle Stein bei Vent (2.050 m) ist eine Jäger- und Hirtenstation der Steinzeit (8. bis 4. Jahrtausend v.Chr.). Archäologische Ausgrabungen bei Vent machen klar, dass schon ab 8.000 v.Chr. die Region zu den Jagdrevieren der mittelsteinzeitlichen Wildbeuter gehörte. Nach dem Fund des "Ötzi" stellte Dr. Leitner von der Universität Innsbruck weitere Untersuchungen an. Er wies nach, dass es noch andere steinzeitliche Jägerstationen im Ötztal z.B. am "Hohler Stein" im Niedertal bei Vent gab."Hohler Stein"- auf 2.050 m und nur 10 Kilometer Luftlinie von der Fundstelle des Mannes im Eis entfernt.

 

Rofenhöfe / Hängebrücke

Rofenhöfe Vent

Die Rofenhöfe liegen 2 km oberhalb von Vent auf 2.014 m. Besichtigen Sie die berühmte Haflingerzucht des Bergbauern Franz Klotz. Ein Vorfahre der jetzigen Bewohner von Rofen war Leander Klotz. Er war 1848 der Erstbesteiger der Wildspitze. Gemeinsam mit seinem Bruder Nikodemus wurden sie die unter dem Gletscherpfarrer Franz Senn zu Bergführern ausgebildet.

Die Hängeseilbrücke wurde von den Brüdern Klotz 1967 erbaut und 1984 vom Land Tirol erneuert. Die Brücke ist 46 m lang und die Rofnerschlucht 31 m tief. Früher führte nur ein kleiner Steg über die Rofnerache. An- und Abstieg über die Felsen zur Brücke.

 

Turmmuseum

Turmmuseum Oetz

Vorläufer des heutigen Turmmuseums war die Galerie zum alten Oetztal, welche Hans Jäger privat in seinem Bauernhof ins Leben gerufen hatte. Als ideellen Gegensatz zum Strom der Zeit, der viele Kulturgüter im ländlichen Raum vernichtet, der über die geschichtlich gewachsene Substanz rücksichtslos hinweg geht und damit die Landschaft geistig arm werden lässt!

Der Blick über die Ötztaler Alpen vom vorderen Tal aus bestimmt den Inhalt einer Sammlung an Bildmaterial verschiedener Art, der hier beherbergt und wechselnd ausgestellt wurde. Nach lebenslanger Aufbauarbeit kam eine große Summe an qualitätsvollen Bildzeugnissen zusammen, die über die Region viel aussagen und sie auch von der besten Seite zeigen.

 

Piccard-Denkmal

Piccard Denkmal Obergurgl

Das 1989 errichtete Piccard-Denkmal erinnert an die Notlandung von Prof. Auguste Piccard am 27. Mai 1931 am Gurgler Ferner.Die Nachricht von seiner Rettung ging damals durch die gesamte Weltpresse. Eine Festschrift darüber ist im Tourismusverband Obergurgl-Hochgurgl erhältlich.

Am 27. Mai 1931 starten Prof. Auguste Piccard und sein Assistent Ing. Paul Kipfer von Augsburg zu einem wissenschaftlichen Höhenflug und erreichen als erste Menschen mit einem Ballon die Stratosphäre auf 16.000 m. Wegen eines technischen Gebrechens an der Ventilleine landen die beiden Forscher zufällig am großen Gurgler Ferner in den Ötztaler Alpen bei Obergurgl. Dieses Ereignis ging damals durch die Weltpresse und hat das verschlafenen Bergbauerndorf international bekannt gemacht. Auguste Piccard schrieb in sein Bordbuch nach der glücklichen Landung: „Schönes, unbekanntes Hochgebirge, Gondel und Ballon liegen auf einem Gletscher".

 

Heimatmuseum

Heimatmuseum Längenfeld

Das Museum in Lehn bei Längenfeld dokumentiert den bäuerlichen Lebensraum und Lebensstil im Ötztal bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Der Kern des Museums ist ein Paarhof mit einem Vorrats-Speicher. Daneben steht ein geblocktes Seitenflurhaus aus dem 17. Jahrhundert. Es vermittelt besonders gut die bescheidenen Umstände, unter denen die Bevölkerung lange Zeit gelebt hatte. Der Komplex wird ergänzt durch eine Reihe von landwirtschaftlichen Anlagen betrieben durch die Wasserkraft des Lehnbaches.

 

Ötzi Dorf

Ötzi Dorf Umhausen

Seit der Entdeckung des Mannes im Eis - Ötzi genannt - im Jahre 1991, wurde das Ötztal um eine kulturelle Sensation reicher. Die weltberühmten Funde aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bilden ein archäologisches Aushängeschild für das gesamte Ötztal, und sind, wie der Name der Gletschermumie schon sagt unwiderrufbar mit diesem Tal und seinen Bergen verbunden.

Bis zu diesem Zeitpunkt war das Ötztal archäologisch gesehen völlig unerschlossen. In der Folge intensivierte man die Forschungen und heute wissen wir, daß der früheste Aufenthalt des Menschen bereits ab 8000 v. Chr. nachgewiesen ist.

 

Geolehrpfad Forchet in Sautens

Geolehrpfad Forchet Sautens

Der Forchet, ein weitläufiges, bewaldetes Bergsturzgelände, eine einzigartige - vom Menschen nur unwesentlich verändere Landschaft, hebt sich scharf vom umliegenden Kulturland im vorderen Ötztal ab. Das vor knapp 3.000 Jahren aus der Tschirgantwand herausgebrochene Bergsturzmaterial im Ausmaß von 180 m³ hat das vordere Ötztal sichtbar bis Ambach und über Sautens hinaus verschüttet. Der Inn und die Ötztaler Ache mussten sich mühsam einen Weg durch die Pflanzen- und Tierwelt. Auch den Menschen ging es nicht viel besser, zumal das ganze Gebiet von einer chaotischen Ansammlung an Bergsturzblöcken übersät war. - Eine „wilde" Landschaft , die bis heute jeder Kultivierung trotzte.

 

Ötzi Fundstelle

Ötzi Fundstelle Vent

Zufällig fanden am 19. September 1991 deutsche Touristen, im Eis des Similaungletschers am Hauslabjoch, eine mumifizierte Leiche. "Ötzi", der Mann im Eis, lag in 3.200 m Höhe und gilt seitdem als der bisher älteste Fund eines europäischen Jägers.

Mit der Radiokarbon-Datierung konnte nachgewiesen werden, dass der Fund zur kupferzeitlichen Kultur im südalpinen Raum gehörte. Der Mann zog vor etwa 5.000 Jahren vermutlich aus dem Vinschgau in Südtirol in die Berge. Wie Pollenanalysen ergaben, war vor etwa 6.000 Jahren das hinterste Ötztal bereits typisches Weideland.

 

Stuibenfall

Stuibenfall Umhausen

Alles beginnt vor gut 9.800 Jahren. Die kilometerhohen Gletscher der Eiszeit haben sich vom Tal zurückgezogen und hinterlassen eine Landschaft voller Gefahren: Lose Gesteinsamassen, Geröll und zerklüftete Gebirgsflanken. Dann taut der Permafrost langsam auf und lässt zwei Drittel des Berges samt Gipfel in ds Tal hinunter stürzen. Gewaltige Massen werden bewegt, türmen sich zum sogenannten "Tauferberg" und versperren dem Gebirgsbach aus dem "Horlachtal" seinen Lauf. Auf seiner Suche nach einem neuen Weg ins Tal entsteht der Stuibenfall - Der größte Wasserfall Tirols.

 

Piburger See

Piburger See Oetz

Eigentlich aus einer Naturkatastrophe heraus entstanden, ist der Piburger See heute das Wahrzeichen und Naturjuwel von Oetz. Ursprünglich war die Senke des Sees eine alte Talfurche paralell zum Ötztal. Nach der letzten Eiszeit hat ein gewaltiger Bergsturz diese Senke an ihrem südostlichen Ende versperrt und die gesamte Talsohle bedeckt. Dadurch hat sich ein See aufgestaut. Bedingt durch die Lage im Kristallgestein besitzt der Piburger See sehr weiches Wasser. Im Hochsommer steigt die Oberflächentemperatur auf bis zu 24 ° C. Der See ist durch seine landschaftlich überaus reizvolle Lage ein beliebtes Ausflugsziel für Schwimmer und Wanderer.

 

Alter Dorfkern Oetz

Alter Dorfkern Oetz

Trotz reger Bautätigkeit seit dem Zweiten Weltkrieg und trotz dem spürbaren Wunsch nach zeitgemäßem Wohnen blieb im alten Oetz glücklicherweise noch vieles unversehrt erhalten. Besonders malerisch ist der architektonisch unverfälschte Kern des alten, enggebauten Haufendorfes.

 

Farst

Farst Umhausen

Beinahe schon etwas außergewöhnlich mutet der Weiler Farst, auch Adlerhorst des Ötztales genannt, an. Hoch über der sagenumwobenen Engelswand gelegen, werden Besucher, die den Anstieg durch in steilen Fels geschlagene Serpentinen wagen, mit traumhaftem Panorama und herzlicher Gastfreundschaft belohnt.

Farst zählt zu den ältesten Ansiedlungen des Tales, schon im 13. Jahrhundert wurde hier ein Schwaighof gegründet. Ein Geheimtipp für Naturliebhaber ist auch die Reich-Alm, die man erreicht, wenn man nochmals ca. 1/2 Std. weiter wandert.