Etappe 18

Braunschweiger Hütte (2.758 m) - Mainzer Höhenweg - Rüsselsheimer Hütte (2.328 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, Pfad

Anforderungen:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition, Ausdauer, hochalpine Erfahrung; Bergweg schwarz, abschnittsweise alpine Route

Schwierigkeiten:

extrem lange tour, mehrmals Gletscherpassagen (Spalten), versicherte Passagen; stabile Wetterverhältnisse besonders wichtig

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung, je nach Verhältnissen Pickel, Steigeisen, Seil

Gehzeit:

rund 10 Std.

Höhenunterschied:

rund 800 Hm Aufstieg, rund 1200 Hm Abstieg

Höchster Punkt:

3252 m

Entfernungskilometer:

rund 9 km

Übernachten, einkehren:

Braunschweiger Hütte, Rüsselsheimer Hütte, Tel. +43/664/2808107

Quereinstieg, -ausstieg:

von der Talstation des Rettenbachferners über das Rettenbachjoch zur Braunschweiger Hütte (rund 1 ¾ Std. Hinweg, rund 1 ½ Std. Retourweg); von Plangeross (Gde. St. Leonhard im Pitztal) zur Rüsselsheimer Hütte (rund 2 Std. Aufstieg, rund 1 ½ Std. Abstieg)


Steinbockgulasch nach hochalpinem

Wer auf einem Höhenweg gleich mehrere Gipfel „mitnehmen" möchte, ist auf dem Mainzer Höhenweg von der Braunschweiger Hütte zur Rüsselsheimer Hütte richtig: Drei Dreitausender werden hier auf dem Geigenkamm überschritten, die Tour gewährleistet Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Optisch ein ständiger Begleiter ist die Ötztaler Wildspitze, Nordtirols höchster Berg. Wir wandern von der Braunschweiger Hütte kurz aufwärts, noch unterhalb des Pitztaler Jöchls folgen wir links der neuen Routenführung in die Silbergrube hinab (kleines Firnfeld). Anschließend zieht die Route empor zum Grat und verläuft in der Folge ausgesprochen aussichtsreich an- bzw. absteigend auf dem bzw. knapp neben dem breiten Gratrükken. Der Wurmsitzkogel (3079 m) und der Grschrappkogel (3197 m) sind die ersten beiden Dreitausender, die man während der Tour besteigt, es folgt als Höhepunkt der Wassertalkogel (3252 m). Dort steht das orangefarbene, 12 Personen Platz bietende Rheinland- Pfalz-Biwak (ohne Schlüssel zugänglich). Vom Wassertalkogel steigen wir über ein Gletscherfeld ab (zu Beginn Umgehung links davon möglich und vorteilhaft). Wenig später wird ein weiteres Gletscherfeld ansteigend gequert, der Pfad zieht anschließend eine Rinne nach oben. Nach der Querung eines dritten, sehr flachen Gletscherfelds wartet eine leichte Kraxelei. Dann führt der Pfad zum Weißmaurachjoch (2953 m), wo die schwierigsten Passagen der Tour geschafft sind. Schließlich wandern wir das Weißmaurachkar hinunter und erreichen nach rund zehn Stunden die Rüsselsheimer Hütte. Das Schutzhaus bietet Steinbockgulasch als außergewöhnliche kulinarische Spezialität.

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