Variante 8

Hochstubaihütte (3.174 m) - Jochdohle (3.150 m) - Hildesheimer Hütte (2.900 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, Pfad, präparierter Weg am Gletscher

Anforderungen:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition, hochalpine Erfahrung; Bergweg schwarz, abschnittsweise alpine Route

Schwierigkeiten:

mehrmals Gletscherpassagen (Spalten); Bergführer empfohlen

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung, (je nach Verhältnissen) Pickel, Steigeisen; in jedem Fall Seil; in jedem Fall anseilen am Wütenkarferner; auf den übrigen Gletscherpassagen anseilen je nach Verhältnissen

Gehzeit:

rund 4 1/2 Std.

Höhenunterschied:

rund 350 Hm Aufstieg, rund 600 Hm Abstieg

Höchster Punkt:

3186 m

Entfernungskilometer:

rund 6 km

Übernachten, einkehren:

Hochstubaihütte, Restaurant Jochdohle, Hildesheimer Hütter

Quereinstieg, -ausstieg:

von Sölden über Kleblealm und Laubkarsee zur Hochstubaihütte (rund 5 Std. Aufstieg, rund 4 Std. Abstieg); von Sölden über die Fiegl's Hütte im Windachtal und den Seekarsee zur Hochstubaihütte (steil, rund 5 ½ Std. Aufstieg, rund 4 ½ Std. Abstieg); alternativ Linienbusse zur Kleblealm und zur Fiegl's Hütte - dann noch jeweils rund 3 ½ Std. Aufstieg zur Hochstubaihütte (jeweils rund 2 ½ Std. Abstieg); von Sölden durch das Windachtal und über Aschenbrenner- bzw. Gaiskarweg (steil) zur Hildesheimer Hütte (rund 5 Std. Aufstieg, rund 4 Std. Abstieg); alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl's Hütte im Windachtal - dann noch rund 3 Std. Aufstieg zur Hildesheimer Hütte (rund 2 Std. Abstieg); Infos Linienbusse: Tel.: +43/(0)57200/200

Über die Gletscher zur Hildesheimer Hütte

Gleich über mehrere Gletscher verläuft diese Etappe von der Hochstubaihütte oberhalb von Sölden über die Jochdohle im Stubaier Gletscherskigebiet zur Hildesheimer Hütte. Bald nach der Überquerung der Warenkarscharte liegen die heiklen Passagen freilich hinter uns, jetzt steht in erster Linie eine Genusstour in hochalpinen Regionen auf dem Programm. Von der Hochstubaihütte, die dank ihrer Höhe mit einem sagenhaften Panorama aufwartet, wandern wir zunächst ein paar Meter nordwestlich hinunter und folgen dabei in umgekehrter Richtung der Zustiegsroute zum Schutzhaus über den Laubkarsee. Dann wird rechts auf den Wütenkarferner hinab gestiegen, auf dem der Pfad vorerst sanft hinauf verläuft. In der Folge geht's steiler empor und schließlich wieder sanft in nordöstlicher Richtung zur eisfreien Warenkarscharte. Jenseits erweist sich die Querung eines spaltenfreien Schneefelds unter Umständen als heikel (Umgehung oberhalb auf einer alten, blau markierten Route möglich). Anschließend leitet ein guter Steig in Serpentinen abwärts, nach einem Geröllfeld wird der Warenkarferner in seinem flachen Bereich betreten - darauf gemütlich abwärts. Die Route steigt dann wieder an und führt unterhalb der Stubaier Wildspitze vorbei. Etwa ab hier verläuft die Tour oft durch Geröll und über spaltenfreie Schneefelder. Schließlich folgen wir auf dem Windacher Ferner - größtenteils auf einem präparierten Weg - ohne große Anstrengung dem Schlepplift empor zum Restaurant Jochdohle. Jenseits geht's über den Gaiskarferner - ebenfalls auf einem präparierten Weg - in südöstlicher Richtung sanft hinunter zum Beginn eines Gelände- bzw. Felsrückens. Über den erreicht man - teilweise in Serpentinen - die etwas tiefer liegende Hildesheimer Hütte.

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