BERGBAHNEN SÖLDEN SCHNEEANLAGEN

Die Bergbahnen Sölden verfügen über ein dichtes Beschneiungsnetz im gesamten Skigebiet. Seit 1984 wird in den sukzessiven Ausbau der maschinellen Beschneiung investiert.

War es anfangs nur für die (untern Abschnitte der) Talabfahrten gedacht, ist mittlwerweile eine Beschneiung von Pisten bis auf 3.000 m Seehöhe möglich.
      
Schneeanlage
Schnee-
Erzeuger
beschneite
Fläche in ha
beschneite Pisten
Gaislachkogl
39 P
 50,8 ha
 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 50
Silberne
 14 P
14 L
7,0 ha
7, 9  
Hochsölden
 27 P
20 L
 38,5 ha
 19, 20, 21, 22
Rotkogl
 120 P
 73,4 ha
11, 12, 13, 15, 16, 23, 24, 25
Rettenbachgletscher
 25P
22,9 ha
 31, 30
Tiefenbachgletscher
 14 P
 9,2 ha
 36, 38
 GESAMT
239 P
34 L
199,8 ha 
 

P....Propeller Schneerzeuger
L....Lanzen-Schneeerzeuger

Wie funktioniert die technische Schnee-Erzeugung?

Im Prinzip völlig gleich wie der natürliche Schneefall. Es werden keine chemischen Substanzen oder Kältemaschinen verwendet, sondern ausschließlich Wasser und Luft.

Natürlicher Schneefall entsteht dann, wenn in höheren Schichten durch Abkühlung und Übersättigung atmosphärischer Luft kondensierte Wassertröpfchen auf den Boden fallen und auf ihrer mehrminütigen Flugzeit durch ausreichend kühle Luftschichten fallen, um zu einem Schneekristall auszufrieren.


Ein Schneeerzeuger besitzt Nukleatoren und reine Wasserdüsen. Bei den Nukleatoren wird eine geringe Wassermenge und Druckluft gemischt. Durch die Expansion der Druckluft an der Atmosphäre gefrieren die zuvor im Nukleator beigefügten kleinen Wasserteilchen schockartig (Nukleide). Die Nukleide dienen als Träger des Schneekristalls, welches entsteht, indem die Wasserdüsen fein zerstäubte Wassertröpfchen an den Nukleid fügen. Die Wassertropfen fliegen nach Austritt aus der Düse im Gegensatz zur natürlichen Schneeentstehung jedoch nur einige Sekunden durch die Atmosphäre und haben dadurch nur wenig Zeit zum Ausfrieren. Um in dieser Zeit vollständig durchfrieren zu können, muß ihr Durchmesser also möglichst gering sein (feinkörniger Schnee = gute Schneequalität).

Wasser Qualität

Ein Teil des für die Schnee-Erzeugung benötigten Wassers wird aus der Ötztaler Ache entnommen. Es wird gefiltert und mit UV-Strahlen behandelt um Trinkwasserqualität zu garantieren. Der Rest des Wassers wird während der Sommermonaten in Specherteichen gesammelt.


Ideale Voraussetzungen für technische Schnee-Erzeugung

Relevant für die Beschneiung: die Feuchtkugeltemperatur, eine Kombination aus Lufttemperatur in ° Celsius und der relativen Luftfeuchtigkeit in %.
Sie entspricht der Temperatur, die ein Thermometer anzeigt, dessen Quecksilberkugel mit einem feuchten Tuch (gleicher Temperatur) umwickelt wird. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, dann verdunstet die Feuchtigkeit und entzieht der Umgebungstemperatur an der Quecksilbersäule die Wärme. Das Thermometer zeigt dann eine niedrigere Temperatur als die eigentliche Lufttemperatur der Umgebung.

Eine wesentliche Rolle bei der Schneeerzeugung spielt weiters die Wassertemperatur, die im Idealfall nahe dem Gefrierpunkt liegen sollte. Klimatische Voraussetzungen für die technische Schneeerzeugung: eine Umgebungstemperatur am Gefrierpunkt (0°C) und eine möglichst niedrige relative Luftfeuchtigkeit. Je niedriger die Luftfeuchtigkeit, desto leichter kann Wasser von der Oberfläche des zerstäubten Wassers verdunsten und den Tropfen dabei stärker abkühlen als bei hoher Luftfeuchtigkeit. Grenztemperaturbereich: Im Bereich von -1,5°FK spricht man von Grenztemperaturen.



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