Symposium Denken im Eis

Save the Date: 24. bis 26. April 2017

Der bewegte Mensch. Reisen zwischen Mobilität und Verweigerung

"Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." Dieser Satz des berühmten Philosophen und Mathematikers Blaise Pascal stellt für den modernen Menschen wohl eine ungeheure Provokation dar. Denn modern sein heißt mobil sein. Reisen bildet, Reisen eröffnet neue Horizonte, Reisen ermöglicht Erfahrungen und Begegnungen, Reisen befriedigt die Sehnsüchte nach Schönheit, Erholung und Abenteuer. Reisen belastet aber auch die Umwelt, Reisen provoziert soziale Konflikte, Reisen zerstört indigene Kulturen.

In einer globalisierten Welt, in der Reisen zwischen schrankenloser Mobilität und radikaler Verweigerung gespannt ist, wird es immer dringlicher, die verschiedenen Dimensionen des Themas "Reisen" aufzuzeigen, denn nur so können innovative und zeitgemäße Konzepte von Tourismus neu gedacht und trennscharf akzentuiert werden.

Ist das Reisen eine Kunst, die erlernt werden kann? Und umgekehrt, wie geht die bildende Kunst mit dem Motiv der Reise um, welche Rollen spielen ferne, oft exotisch anmutende Welten in der Kunstgeschichte?

Ist in einer beschleunigten Welt das Reisen noch Muße, oder ist Reisen für viele von einer Kür zur Pflicht geworden? Welche Räume können in einer Welt, in der die Ressource Zeit notorisch knapp geworden ist, überhaupt noch durchmessen, erfahren und gestaltet werden?

Welche Bedeutung hat beim modernen Reisen überhaupt noch der Weg, und um welche Ziele geht es uns eigentlich? Welche Bedeutung haben unterschiedliche Konzepte des Reisens für eine Politik der Nachhaltigkeit? Dies sind Fragen, die sich für eine moderne Tourismuswirtschaft stellen, die auch einer Ethik des Reisens, die ökologische und soziale Aspekte fokussiert, verpflichtet ist.

Die unterschiedlichen Konzepte des Reisens, die verschiedenen Haltungen, die zur Mobilität in realen und fiktiven Räumen eingenommen werden können, die damit verbundenen Phantasien und Träume werden beim ersten Symposium der neu gegründeten Reihe Denken im Eis von herausragenden Vertretern der Philosophie und anderer Wissenschaften vorgetragen und mit den Teilnehmern diskutiert.

 

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