ÖTZTALER HÜTTENRUNDE

Hochalpine Bergwanderung auf markierten Wegen. Die große Höhe (bis 3.360 m), das raue Gelände und längere Passagen mit einfacher Blockkletterei (Stellen I) erfordern alpine Erfahrung, Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Ausrüstung. Seil und Pickel sind nicht nötig, Grödel oder Leichtsteigeisen (z.B. 8-Zacker) sollten aber sicherheitshalber mitgenommen werden. Mehrere (hochalpine) Varianten und Gipfeltouren sind möglich.
 

Obergurgl (1.910 m) - Langtalereckhütte (2.450 m) - Ramolhaus (3.006 m)

Von Obergurgl auf breitem Weg sanft ansteigend durch das Liftgebiet zur Schönwieshütte und weiter zur Langtalereckhütte. Nun Richtung Hochwildehaus bis zum Abzweig auf den Ramolferner. Hinab und über die apere Gletscherzunge nordwestlich zum jenseitigen Ufer. Kurz auf dem Weg Richtung Obergurgl, dann links in Kehren hinauf zum Ramolhaus.

Gehzeit: 5 h
Höhenunterschied: ca. 1.100 m (Aufstieg)
Variante: schneller ist der direkte Anstieg auf dem Ötztaler Jungschützenweg von Obergurgl zum Ramolhaus (ca. 4 h).

Ramolhaus (3.006 m) - Ramoljoch (3.186 m) - Martin-Busch-Hütte (2.501 m)

Dem Steig zum nahen Ramolferner folgen, auf dem Eis kurz hinauf und an bez. Stelle (Venter Joch) links an die Felsen. Nun entweder über die lange oder leichter über die zwei kürzeren Leitern und die anschließenden Felsen aufs Ramoljoch. Jenseits über Firn oder Schutt rechts des Gletschers hinab, bis links der stellenweise schwer erkennbare Diemweg abzweigt. Auf ihm südwestl. hinein ins Niedertal, auf einer Brücke über den Bach und jenseits hinauf zum Fahrweg, dem man taleinwärts, vorbei an der Schäferhütte, bis zur Martin-Busch-Hütte folgt.

Gehzeit: 5 h
Höhenunterschied: ca. 550 m (Aufstieg)
Variante: vom Ramoljoch über den Hinteren Spiegelkogl (3.426 m), Firmisanschneide (3.491 m) und Schalfkogl (3.540 m) zur Martin-Busch-Hütte (mit Gletscherausrüstung)

Martin-Busch-Hütte (2.501 m) - Saykogl (3.360 m) - Hochjoch-Hospiz (2.413 m)

Kurz hinter der Hütte am Steig rechts (links zur Similaunhütte am Niederjoch) und über die Dornleger in gleichmäßiger Steigung hinauf zum Ostkamm des Saykogls. Diesem folgend zum zerrissenen Gipfelaufbau und zuletzt in leichter Blockkletterei (I) von S steil zum höchsten Punkt. Einige Meter auf demselben Weg hinab, dann die steile Flanke nach W queren zum langgezogenen Gratrücken und ihm (leichte Kletterei, I) hinab zu einem kleinen See (Regenmesser) folgen. Weiter hinunter zum Bach des Hochjochferners und auf einer Brücke über ihn hinweg. Jenseits weiter Richtung N, zuletzt mit einigen Kehren hinab zur Brücke über die Rofenache und hinauf zur nahen Hochjoch-Hospiz.

Gehzeit: 5-6 h
Höhenunterschied: ca. 1.000 m (Aufstieg)

Hochjoch-Hospiz (2413 m) - Vernagthütte (2.766 m) - Breslauer Hütte (2.840 m)

Auf dem sanierten Steig nordwestlich hinauf, bei ca 2620 m rechts ab und in langer Querung um die Guslarspitzen herum bis gut 100 m unterhalb der Vernagthütte. Hinüber zum wilden Abfluss des Vernagtferners (Brücke) und jenseits auf dem oberen, gleichfalls sanierten Weg (Seufert Weg) in herrlicher Höhenwanderung zur Breslauer Hütte.

Gehzeit: 4 h
Höhenunterschied: 550 m (Aufstieg)
 

Breslauer Hütte (2.840 m) - Vent (1.900 m)

Für den Abstieg ins Tal bieten sich 2 Varianten an:
Der Normalweg führt zur Bergstation des Doppelsesselliftes Wildspitze (2.356 m), von dort entweder zu Fuß bis ins Dorf oder mit dem Lift.
Die 2. Variante führt auf steilem Weg direkt hinunter zu den Rofenhöfen (2.014 m) - von dort weiter nach Vent (1.900 m).

Gehzeit: Normalweg (1,5 h), bis zur Bergstation Sessellift (1 h)
über Rofen (1,5 - 2 h)
Höhenunterschied: 940 m (Abstieg)

Quelle: Berge, Magazin Nr. 2/2004

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