Portrait: Fabio Gstrein

„Ich geh für mein Leben gern ins Holz.“ Fabio Gstrein ist spätestens seit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 ein Star. Der Skirennfahrer zählt zu den großen Leistungsträgern des ÖSV. Und gehört zu einer großen Skifahrerdynastie des Ötztals: Seine Eltern leiten in Sölden eine Skischule und waren selbst Rennläufer. Sein Großcousin ist Bernhard Gstrein, der Weltcuprennen gewann und 1988 bei Olympia ebenfalls Silber im Slalom holte.

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Fabio geht unbefangen mit Vergleichen und Erwartungen um. Olympia-Silber im Slalom bei den Winterspielen Milano Cortina 2026? Abgehakt. Jetzt will er auch im Weltcup ganz oben auf dem Stockerl stehen. Als A-Kader-Mitglied des ÖSV trainiert er mit den besten Slalomfahrern des Landes. Was er früher „ziemlich lässig" fand – den Arrivierten im Training Gas zu geben – ist nach seinem Olympia-Silber nun Realität: Fabio gehört selbst zu den Etablierten.

Aber abheben wird Fabio nicht. Höchstens hier und da auf der Piste. Er ist durch und durch bodenständig. Diese Erdung holt er sich daheim – in der Landwirtschaft seines Bruders Sandro.

Fabio weiß genau, was gerade in der Landwirtschaft daheim in Sölden erledigt werden muss. Auf dem Bauernhof gibt es allerhand Braunvieh, Geißen und altsteirische Hühner zu versorgen. Er legt mit größter Selbstverständlichkeit Hand an. Am liebsten kümmert er sich „um alles, was mit Maschinen zu tun hat“.

Fabio Gstrein sagt: „Ich geh für mein Leben gern ins Holz. Wenn es im Gemeindewald was zum Umschneiden gibt, machen wir das immer selbst. Es ist ein Privileg, das zu können.“

Er trainiert gut und entschlossen für die nächste Weltcupsaison, Schwerpunkt Slalom und Riesenslalom, stärkt Körper und Geist. Sein Rezept für mentales Training lautet, ausführliche Gespräche zu führen und entsprechende Übungen zu machen.

Wo er diese Übungen ausführt, sagt er nicht extra dazu. Es kann selbstverständlich auch auf dem Traktor sein, wenn gerade das Holz zu machen ist.

„Die Erdung hole ich mir bei mir zu Hause. Am liebsten lege ich Hand in der Landwirtschaft meines Bruders an. Ich kümmere mich vor allem um alles, was mit Maschinen zu tun hat. Wenn es im Gemeindewald was zum Umschneiden gibt, bin ich immer gerne mit dabei.“

Steckbrief

🙋‍♂️ Name: Fabio Gstrein (Spitzname unter seinen ÖSV-Kollegen: „Ötzi“)
📆 Geburtsdatum: 14. Juni 1997
🏠 Heimatort: Sölden
🎿 Verein: SC Sölden
⛷️ Disziplinen: Slalom, Riesentorlauf
🧦 Ausrüster: Atomic, Komperdell
👮 Beruf: Polizeisportler
🥈 Erfolge (Auswahl): Olympische Silbermedaille 2026 im Slalom; Weltcup: mehrere Podestplatzierungen (u.a. in Schladming oder Sun Valley)

(Stand: Juli 2026)

In His Own Words

Im Video spricht Fabio über seine Anfänge auf zwei Brettern, den Stellenwert der olympischen Silbermedaille und seinen Heimatort Sölden.

Video Vorschaubild

Dieser Artikel erschien ursprünglich im April 2022 und wurde am 02.07.2026 aktualisiert.